How to start a Bullet Journal

Ein Bullet Journal ist mehr als ein Notizbuch. Es kann: deinen Alltag organisieren, Produktivität steigern und die eigene Achtsamkeit fördern. Hier erfährst du alles, was du über das Bullet Journaling wissen musst.

Der Kopf raucht, man fühlt sich gestresst, man hat 20 verschiedene Dinge, die man erledigen muss und der auf die Zeitung gekritzelte Arzttermin landet aus versehen im Müll. Da kann schon mal die eine oder andere Aufgabe durch die Lappen gehen.

Ich weiß, es ist 2019 und Handys existieren, aber ich bin ein ein absoluter Listenschreiber. 2017 bin ich dann auf das Bullet Journaling gestoßen. Als ich damit begonnen habe, hat es sich als die perfekte Lösung für mich herausgestellt: Bullet Journaling

Kalender, text, Notizbuch, Schreibschrift

Was ist überhaupt ein Bullet Journal?

Ein Bullet Journal (kurz BuJo) ist nicht nur ein typischer Taschenkalender: es ist ein Platz für deine Listen, Notizen und Termine, aber auch eine Art Tagebuch. Dort kannst du deine Gedanken niederschreiben und reflektieren. Man könnte das Bullet Journaling als Achtsamkeitspraxis beschreiben, das dich zudem produktiver machen soll. Das Niederschreiben von Gedanken, Gefühlen, Erfolgen und Niederschlägen soll dabei helfen genau diese zu reflektieren. Das große Ziel eines Bullet Journals ist es dich zu einem vorsätzlichen und bewussten Leben zu führen.

Hier sind ein paar meiner liebsten Vorteile, die das journaling mit sich bringen kann:

  • es fördert Produktivität
  • es hilft dabei neue Gewohnheiten in deinen Alltag zu etablieren
  • man wirst sich seinen Gedanken und Gefühlen besser bewusst
  • mehr Dankbarkeit und Wertschätzung der kleinen Dinge im Leben
  • lenkt Fokus auf die wichtigen Dinge
  • unterstützt dabei Ziele zu setzen, zu verfolgen und zu erreichen, indem Entscheidungen, Wünsche und Ziele übersichtlich dargestellt werden
  • es stärkt die Willenskraft und das Selbstbewusstsein
  • verbessert die Stimmung, man fühlt sich weniger gestresst und von vielen Aufgaben überwältigt
  • man nimmt sich Zeit für sich selbst, kannst dabei entspannen, Musik oder ein Hörbuch hören (MeTime, die ich inzwischen nicht mehr missen möchte)
  • man verbringt weniger Zeit vor einem Bildschirm 
  • kann außerdem die Kreativität entfachen und zu neuen Ideen führen
Notizbuch, Text, Schreibschrift

Das klingt ziemlich umfangreich und kompliziert? Ist es aber nicht!

Das schöne an einen BuJo ist, dass du es ganz nach deinen Ansprüchen gestalten kannst. Je nachdem welches Ziel du hast, kannst du die leeren Seiten demnach füllen. Und auch wenn sich deine Ansprüche nach einiger Zeit ändern, änderst du eben auch dein Bullet Journal.

Eine Seite oder ein System funktioniert für dich einfach nicht? Dann fliegt es eben beim nächsten Monat raus. Und nicht nur beim Inhalt bist du flexibel – auch gestalterisch kannst du dich kreativ austoben. Oder eben auch nicht – ganz wie du es möchtest.

Es ist ein Planer-System, das sich optimal an die eigenen Bedürfnisse anpasst und sich darüber hinaus noch jederzeit wieder verändern lässt.

Der Name Bullet Journal hat übrigens einen simplen Ursprung: Die Bullets, also Stichpunkte, werden verwendet, um deine Aufgaben aufzulisten.

Text, Schreibschrift, Kalender

Du brauchst:

Alles was du brauchst ist ein Stift und ein leeres Notizbuch. Egal, was für eins: kariert, liniert, gepunktet, mit leeren Seiten, groß oder klein. Das war’s eigentlich schon.

Ein sehr beliebtes Modell in der BuJo-Community ist das DIN A5-Notizbuch mit gepunkteten Seiten von Leuchtturm 1917. Ich habe inzwischen auch schon mein zweites und bin zufrieden damit. Die Seiten sind dick genug, sodass die (meisten) Stifte nicht durchdrücken, es hat zwei Seitenmärkerchen und eine Tasche hinten, in die man Notizen stecken kann.

Kalender, Notizbuch, Stifte, Bullet Journal

Tipps für Anfänger

Du weißt nicht, wie du beginnen sollst, das Bullet-System überfordert dich und überhaupt kannst du doch gar nicht malen oder zeichnen? Solche Gedanken sind zu Beginn ganz normal.

Lass dich von anderen Bullet Journals inspirieren.

Es gibt typische Seiten, die man in fast jedem BuJo findet. Orientiere dich einfach daran. Wenn du dann einmal angefangen hast, hast du alle Zeit der Welt festzustellen, was für dich funktioniert und was nicht. Ich habe dir in diesem Blogpost gezeigt, welche Seiten in jedes Bullet Journal gehören.

Setz dich nicht unter Druck! Dein Bullet Journal muss nicht perfekt sein.

Auf Pinterest und Instagram sieht man überall top-designte BuJos – das kann schon mal einschüchtern. Mein Tipp für dich: Dein Bullet Journal ist DEIN Bullet Journal. Es muss nicht durchgestylt sein. Wichtig ist, dass du damit zurecht kommst und das es deinen Zwecken dient. Probier dich einfach aus. Und wenn eine Seite eben nicht instagrammable wird – was soll’s?

Und wenn du einfach nicht gerne zeichnest, oder du dafür keine Zeit investieren möchtest, dann gibt es auch dafür Lösungen: Nutze Sticker, Zeitschriftenausschnitte, Stempel oder Washi-Tape, um deine Seiten zu gestalten. Oder bleib beim wesentlichen: Es gibt viele minimalistische BuJo-Seiten, die nicht viel Zeit in Anspruch nehmen und trotzdem was hermachen, von denen du dich inspirieren lassen kannst.

Einfach machen!

Lass dich nicht von dem Großen-Ganzen überwältigen. Wenn du mit dem Bullet Journaling beginnst, wirst du automatisch merken, was funktioniert. Einen positiven Effekt hat es: Du nimmst dir Zeit für dich, um deinen Tag oder deine Woche zu planen, du schreibst deine Gedanken auf und kannst die vergangenen Monate reflektieren.

Das allerwichtigste: Vergiss nicht Spaß dabei zu haben!


Text, Notizbuch, Schreibschrift, Bullet Journal
Folge:

14 Kommentare

  1. 29. November 2019 / 11:23

    Wieder etwas Wichtiges dazu gelernt. So ein Bullet Journal ist eine nützliche Planungshilfe mit der man auch seine Gedanken festhalten und vor allem reflektieren kann. Genau was ich suche.
    Alles Liebe
    Annette

    • Inka
      Autor
      29. November 2019 / 13:21

      Du hast Recht, es ist genau die richtige Mischung 🙂

  2. 29. November 2019 / 12:11

    Jedes Jahr aufs neue nehme ich mir genau das vor, was du beschreibst 🙂
    Auch ein „Timer“ findet den Weg zu mir, doch damit hört es auch schon fast wieder auf.
    Denn irgendwie wirkt es nach noch mehr Arbeit 🙂
    Vielleicht muss ich es einfach mal machen und dann stellt sich wahrscheinlich Struktur, Ruhe und damit Entspannung ein.
    Wahrscheinlich kommt es auf einen weiteren Versuch an.

    Viele Grüße, Katja

    • Inka
      Autor
      29. November 2019 / 13:17

      Ich will nicht lügen, man muss sich die Zeit dafür schon nehmen. Aber genau diese genieße ich inzwischen sehr, denn ich nehme mir bewusst Zeit für mich. Es gibt natürlich auch Wochen (oder manchmal sogar Monate), die so vollgepackt sind, sodass das Bullet Journaling zu kurz kommt. Das ist dann eben auch mal ok.

  3. 29. November 2019 / 13:24

    Ja, so ein Bullet Journal ist was tolles, aber ich kenne mich, es würde nur rumliegen. Ich benutze nichts mehr analoges, habe meine Planer auf dem Rechner und Handy, damit diese sich auch mit den anderen Planern abstimmen, von meinem Mann und meinem Kollegen zum Beispiel. Aber vom Aussehen her hätte ich schon gerne so ein Bullet-Journal, ich werde es aber eher verschenken.

    Lieben Gruß, Bea.

    • Inka
      Autor
      29. November 2019 / 20:51

      Ein schönes Notizbuch eignet sich immer als schönes Geschenk, das stimmt 🙂

  4. 29. November 2019 / 20:19

    An meinem Bullet Journal bin ich kläglich gescheitert! Mir fehlt da einfach die Kreativität und die Geduld dazu. Ich nutze tatsächlich eher vorgefertigte Planer. Mein Favorit ist der My Lovely Planner. Er hat außerdem ähnliche Features, wie oft in bullet journals verwendet werden.
    Viele Grüße
    Wioleta

    • Inka
      Autor
      29. November 2019 / 20:50

      Davon habe ich inzwischen auch schon einiges gehört. Ich glaube, die schaue ich mir mal näher an 🙂 Danke für die Empfehlung!

  5. 29. November 2019 / 20:42

    Ich bin so gar nicht der Typ für ein Bulletjournal. Ich sehe immer wieder richtig tolle, aber ich bevorzuge dann doch Outlook, Onenote und meinen Handykalnder um mir Notizen zu machen und die wichtigsten Dinge zu planen. Außerdem habe ich eine so grauenhafte Handschrift, dass mir ein BUlletjournal gar keine FReunde machen würde, selbst wenn ich es versuchen täte.

  6. 30. November 2019 / 13:48

    Oh, wie cool. Bullet Journals sind mir in letzter Zeit so oft über den Weg gelaufen und ich habe schon öfter gedacht, dass es cool wäre, selbst eines zu starten, bzw. meinen Kalender / mein Notizbuch dahingehend umzugestalten. Allerdings muss ich zugeben, dass mich dieses „wie fange ich an“ tatsächlcih etwas abgeschreckt hat. Da kam dein Text genau richtig 🙂

  7. Tina
    30. November 2019 / 14:30

    Ich liebe Journaling, erst recht wenn noch Raum für kreative Entfaltung ist. Bullet Journals führe ich mittlerweile seit ca 2 Jahren und ich kann es auch nur empfehlen.

  8. 30. November 2019 / 16:29

    Cooler Beitrag, hab mir vor 4 Tagen eines gekauft und hatte bis jetzt echt keine Ahnung. DANKE für den Beitrag.

    Schöne Grüße
    Elena

  9. Viktoria
    30. November 2019 / 23:11

    WOOOOOOOW! Du hast dein Bullet Journal ja wirklich wunderschön gestaltet. Das sieht bei mir ganz anders aus. Ich verwende es aber auch nicht so ganz in dem Sinne wie du, sondern eher um meinen Tag zu planen – aber immer nur einen Tag, vielleicht auch manchmal die Woche, aber nicht so schön gestaltet wie bei dir!

  10. 7. Dezember 2019 / 17:32

    Also, würde es nur um Termine und wichtige Infos gehen, reichen mir meine drölfzig Millionen Google-Tabellen und Ordner auf dem PC. Aber wenn du sagst, man kann ein Bullet Journal zugleich als Tagebuch nutzen, ist das eine super Sache. Schau ich mir an!

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